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Andenwurzeln

Eine Zusammenfassung verschiedener Wurzelgemüse aus den Anden. Die Vielfalt der Farben und die Leuchtkraft dieser Wurzelgemüse sind unglaublich. Hauptproblem beim Anbau scheint die Tageslänge bei uns zu sein. Die Knollen sind nicht frosthart und werden erst im Herbst ausgebildet, wenn die Tage kürzer werden. Gelagert und angetrieben werden die Knollen wie Kartoffeln, kühl und dunkel.


Mashua, Tropaeolum tuberosum

Knollige Kapuzinerkresse. Mashua ist eigentlich mehrjährig und wird in den Anden als Wurzelgemüse angebaut. Sie kommt dort bis in Höhen von 3000 Metern vor und wird auf Grund des hohen Gehaltes an Isothiocyanat zwecks Schädlingsabwehr auch als Schutzpflanze zu Kartoffeln gepflanzt. Die Blätter ähneln unserer Kapuzinerkresse, die Blüten sind kleiner. Der Geschmack der rohen Wurzeln ist scharf, erinnert etwas an Rettich, dies soll jedoch beim Kochen, oder, gemäss anderen Quellen, nach Frosteinwirkung verschwinden.


Mashua

Mashua, Gelb-rote Runde

Sorte mit runden gelben Knollen, die tiefliegenden Augen sind von roten Sprenkeln umgeben. Die Pflanze bildet lange Triebe, die teilweise ranken, ähnlich der hohen Kapuzinerkresse.   Überwinterung im kühlen Keller problemlos, Neuaustrieb teilweise zögerlich, und Schnecken lieben Mashuas!

 

Mashua, Gelb-rote Runde & Lange

Sorte mit runden und länglichen gelben Knollen mit roten Sprenkeln und Streifen.

   

Mashua, Goldfarbene

Sorte mit dottergelb gefärbten Knollen.

   

Mashua, Weisse

Sorte mit weissen rundlichen Knollen und dunklen, länglichen Augen.

   

Mashua, Weiss-grüne Lange

Sorte mit weiss-grünlichen langen Knollen und dunklen, länglichen Augen.

   

Mashua, Weiss-grüne Runde

Sorte mit weiss-grünlichen rundlichen Knollen und dunklen, länglichen Augen.

 

Oca, Oxalis tuberosa

Knolliger Sauerklee. Mehrjährige Pflanzen, die über Knollen vermehrt werden. Es existieren viele verschiedene Sorten in unterschiedlichen Farben. die gesamte Pflanze enthält Oxalsäure, junge Blätter enthalten davon jedoch so wenig, dass sie als Salat gegessen werden könnten. Hauptnahrungsmittel sind jedoch die stärkehaltigen Knollen, die sehr viel Vitamin C enthalten und einen erfrischenden, leicht sauren Geschmack haben, der etwas an Sauerampfer erinnert.


Oca

Oca gemischt

Sie sehen aus wie kleine Marzipankartoffeln und leuchten in allen Gelb- und Rottönen.  Pflanzen werden etwas über einen halben Meter hoch und bilden einen dichten Teppich mit kleeähnlichen Blättern. Die Knollen ertragen für kurze Zeit Temperaturen um 0°C. Anbau im Topf ist möglich, gibt aber kleine Knollen. Anbau im Folientunnel als "Bodendecker" wird 2011 ausprobiert.


Oca, Gelbe

Gelb mit roten Augenstreifen.

 

Oca, Gelb-grüne

Nicht sicher, ob es wirklich eine Farbe ist, oder ob es sich um ein Reifestadium handelt.

 

Oca, Gelb-rosa

Gelb-rosa geflammte Knollen mit hellen Augen.


Oca, Orangerot

Längliche und rundliche Knollen.

 

Oca, Purpur

Dunkelrote Knollen.

 

Oca, Rot

Rote Knollen.

 

Oca, Weiss

Sehr helle, gelblich-weisse Knollen.

   
 

Ulluco, Ullucus tuberosus

Gehört in dieselbe Familie wie der Malabarspinat, zu den Basellgewächsen, dies ist an den Blättern gut zu erkennen. Eine sehr alte Art, die ähnlich wie Kartoffeln angebaut und verarbeitet wird. Die Knollen sind noch intensiver gefärbt als diejenigen der Ocas.


Ulluco

Ulluco gemischt

2010 einige kleine Knollen erhalten und leider nicht durch gebracht, wahrscheinlich war's zu nass. Schade!

 

Yacón, Smallanthus sonchifolius

Gehört zur Familie der Korbblütler und stammt ursprünglich aus den Hochebenen der Anden. Sie sind eigentlich mehrjährig, überwintern hier aber wohl nicht. Yacón bildet längliche Wurzelknollen in Büscheln, ähnlich wie Dahlien.


Yacon

Yacón

2011 zum ersten mal 2 Pflänzchen erhalten und vorerst in einen grossen Topf gepflanzt. Dies ist die sicherste Art, seltene Pflanzen erst mal zu kultivieren. Nach kürzester Zeit wurde der Topf jedoch zu klein und die Yacóns mussten ausgepflanzt werden. Den Hagelschauer im Juni haben sie zum Glück mit ein paar Löchern überstanden und auch der nasskalte Juni 2011 scheint sie nicht weiter zu stören. Doch dann kamen die Wühlmäuse und die Yacons mussten zurück in den Topf. Ernte Ende Dezember ergab knackig süsse Wurzeln.


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