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Kräuter & Heilpflanzen

Nebst den angebauten Küchenkräutern wachsen hier auch eine Unzahl von Wildkräutern und -Pflanzen. Viele davon wurden einst in der Volksmedizin genutzt und bieten auch heute noch vielfältige Zutaten für Küche und Garten, ab und zu auch für eine Kräuterseife, eine feine Creme oder eine Heilsalbe.


Ackerminze

Ackerminze

Mentha arvensis. Wildwachsende Minze mit dem typischen Minzgeschmack, zusätzlich auch etwas bitter. Die Blätter können wie Gartenminze verwendet werden, die Samen wurden früher als Senfersatz gebraucht.


Agastache

Agastache

Agastache rugosa. Taubnesseln. Verwendung der frischen oder getrockneten Blätter als Zuckerersatz, diese enthalten die Süsswirkstoffe Estragole und Anisole. Die Blüten sind eine Bienenweide. Pflanze etwa 80 cm hoch.


Baldrian

Baldrian

Valeriana officinalis. Sammelbezeichnung für verschiedene Ausprägungen. Dekorative, imposante Pflanze mit schönen, gezahnten Blättern, wird im zweiten Jahr über 1 m hoch und bildet weisse Doldenblüten. Bekanntes Naturheilmittel gegen Schlafstörungen.


Barba di Frate

Barba di Frate

Plantago coronopus, Kapuzinerbart, Mönchsbart, Wegerichgewächs. Eigentlich ein Wildkraut aus der Mittelmeergegend, das heute wieder als Spezialität angeboten wird. Schmeckt jung ähnlich wie Sauerampfer und ganz leicht bitter (Bild zeigt eine ältere Pflanze). Die Blätter können roh in Salat oder gedämpft in etwas Olivenöl gegessen werden. Blüten und Samen entwickeln sich unauffällig in den Blattachseln.


Barbarakraut

Barbarakraut

Barbarea vulgaris. Eine Kresseart, die den ganzen Winter durch bis ins Frühjahr frisches, würziges Grün liefert. Aussaat ab Ende Juli bis Ende August. Kann auch in Töpfen gezogen und auf den Balkon gestellt werden. Schneiden wie Kresse und als Salatzugabe oder zu Quark etc. verwenden. Sehr vitaminreich. Im April beginnt das Kraut zu schiessen und bildet gelbe Blüten, danach Samenschoten.


Bärlauch

Bärlauch

Allium ursinum. Eines der frühesten frischen Kräuter, erste Blättchen erscheinen oft schon im Februar. Blätter, Zwiebeln und Blüten können wie Knoblauch verwendet werden (Pesto etc.), oder auch als Zutaten in frisch zubereitete Teigwaren usw. Bärlauchzwiebelchen werden wie Essiggurken eingelegt und im Winter zu Raclette gegessen.


Basilikum, Apfelbasilikum

Basilikum, Apfelbasilikum

Ocimum basilicum. Basilikum gibt es in vielen unterschiedlichen Sorten und Geschmacksrichtungen. Hier das Apfelbasilikum, das jung nach grünen Äpfeln, später eher nach Anis schmeckt. Frische, würzige Beigabe zu Salat und Desserts.


Basilikum Dark Opal

Basilikum Dark Opal

Ocimum basilicum. Sorte mit dunkelvioletten Blättern, kann auch sehr gut im Topf angebaut werden. Blüht spät.


Basilikum Kleinblätteriges

Basilikum, Kleinblätteriges

Ocimum basilicum. Auch Griechisches Basilikum. Die Pflanzen bilden stark verzweigte kleine "Bäumchen". Einzelne Zweige können laufend geerntet werden. Vom Geschmack her eher etwas feiner als die grossblätterigen Varianten, aber sehr intensiv. Wachsen problemlos im Topf.


Basilikum, Wildes

Basilikum, Wildes

Ocimum basilicum. Wildform mit relativ kleinen Blättern und intensivem Geschmack, geeignet für Freilandanbau.


Boretsch

Boretsch

Borago officinalis. Auch Gurkenkraut, junge Blättchen und Blüten sind essbar. Bildet riesige krautige Pflanzen und versamt sich im ganzen Garten. Die Blüten werden gerne von Insekten besucht.


Breitwegerich

Breitwegerich

Plantago major. Er wächst oft mitten auf dem Weg. Junge Blätter werden - wie beim Spitzwegerich - frisch oder getrocknet für Hustentee verwendet, ebenso die Wurzeln.


Breitwegerich, Roter-

Breitwegerich, Roter-

Plantago major rubrifolia. Junge Blätter sind zunächst rein grün, erst ältere Blätter färben sich allmählich rot. Je mehr Sonne die Pflanzen erhalten, desto stärker und dunkler die Rotfärbung. Verwendung wie grüner Breit- und Spitzwegerich.


Brennessel

Brennessel

Urtica dioica. Eines der vielseitigsten Kräuter überhaupt. Frischer Brennnesselspinat ist eine Delikatesse! Aus getrockneten Blättern kann Brennnesseltee zubereitet werden Früher wurden die Fasern auch als Garn verwendet (Nesselstoff). Futterpflanze für den Kleinen Fuchs und natürlich unverzichtbar als stickstoffhaltige Jauche im Gemüsegarten.

Farbstiftzeichnung Kleiner Fuchs, siehe auch
Heidi's Galerie in Special Guests & Links


Brunnenkresse

Brunnenkresse

Nasturtium officinale, auch Wasserkresse. Würziges kresseähnliches Kraut mit runden, glänzen grünen Blättchen und weissen Blüten. Ursprünglich in Fliessgewässern zu Hause, hier in einen Topf gesät und nach dem Keimen samt Topf in den Brunnen (gefasste Quelle) gestellt. Wächst kräftig und bildet im Herbst zusätzliche weisse Würzelchen an den Stengeln. Überwintert problemlos (Bild links), hat aber Mühe bei wenig Fliesswasser.


Comfrey, Beinwell

Comfrey, Beinwell

Symphytum officinale. Comfrey bildet etwa 1.50 m hohe, mehrjährige Pflanzen, die im Winter abfrieren und im zeitigen Frühjahr neu austreiben. Die kleinen helllila Blüten werden gerne von Insekten besucht. Verwendet wird seit jeher die Wurzel, die zu schwarzer Salbe verarbeitet gegen allerlei Knochenbeschwerden helfen soll. Die grossen, behaarten Blätter können jung als Salatbeigabe oder Gewürzkraut verwendet werden. Ältere Blätter enthalten Kalium und können zusammen mit Brennnesseln und Schachtelhalm zu Tomatenjauche vergoren werden.


Currykraut

Currykraut

Helichrysum italicum. Auch Italienische Strohblume oder Italienische Immortelle genannt. Die Blätter und insbesondere die Blüten duften nach Curry und können in entsprechenden Gerichten zum Würzen verwendet werden. Das Kraut bildet grössere Büsche mit silbergrauem Laub und schwefelgelben Blüten. Ursprünglich aus dem Süden bevorzugt das Currykraut trockene, sonnige Standorte. Soll bedingt winterhart sein.


Dill

Dill

Anethum graveolens. Auch Gurkenkraut, unverzichtbarer Bestandteil eingemachter Essiggurken. Sowohl das Kraut, als auch die Blütendolden und die getrockneten Samen (eigentlich die Früchte) können als Gewürz verwendet werden. Dill, zusammen mit Rüebli ausgesät, fördert die Keimung der feinen Karottensamen und markiert die Aussaat.


Eberesche

Eberesche

Sorbus aucuparia. Auch Vogelbeere, ein kleinerer, wildwachsender Baum, dessen Blüten und Blätter für Tee, die Früchte gekocht für Confitüre verwendet werden können. Sehr vitaminreiches Futter für Vögel.


Ehrenpreis

Ehrenpreis, Katzenäuglein

Veronica officinalis. Bildet ganze Kissen himmelblauer Blüten. Tee wird in der Volksheilkunde zur Blutreinigung und bei verdorbenem Magen empfohlen.


Frauenmantel

Frauenmantel

Alchemilla xanthochlora, Alchemilla vulgaris. Junge Blättchen sind essbar, frische und getrocknete Blätter und deren Auszüge können auch für Hautcremes und Seife verwendet werden. Frauenmantel wirkt sich positiv auf Nachbarpflanzen aus (Schutz gegen Fressfeinde, Verstärkung des Geschmackes und Duftes). Die Gartenformen sind etwas grösser als die Wildform.


Gänseblümchen Bellis perennis

Gänseblümchen

Bellis perennis. Sie gehören zu den ersten Frühlingsboten und blühen beinahe bis zum ersten Schnee. Wind, Regenwürmer, Ameisen und andere Tiere sorgen für ihre Verbreitung im Garten. Und hier hat sich noch ein Löwenzahn ins Bild geschmuggelt. Die Blüten werden in der Naturmedizin als Wundheilmittel verwendet. Gänseblümchen können auch einfach in Wildkräuter- und anderen Salaten als feine und optisch reizvolle Zugabe verwendet werden.


Gänsedistel

Gänsedistel

Sonchus oleraceus. Gänsedisteln wurden bis ins Mittelalter als Gemüse und Heilpflanzen angebaut. Gegessen werden Blätter als Salat oder gekocht als Gemüse und die bis zu einem Meter langen Wurzeln. Gänsedisteln sind ein wertvolles Zusatzfutter für Käfigvögel.


Gelber Enzian

Gelber Enzian

Gentiana lutea. Problemkeimer, braucht Geduld. Töpfe nicht gleich wegwerfen, manchmal keimen die Samen erst ein Jahr später, möglicherweise erst nach Kälteeinwirkung. Pflanze blüht erst nach drei bis acht Jahren und wird bis 50 Jahre alt. Wirkstoffe sind die in der Wurzel enthaltenen Bitterstoffe. Die Pflanzen sind streng geschützt, hier wurde trotzdem eine abgerissen.


Gundelrebe

Gundelrebe, Gundermann

Glechoma hederacea. In Europa weit verbreitetes Kraut. Blättchen und Blüten schmecken aromatisch und können für Tees und als Salatwürze verwendet werden. Oder in Kräuterseifen.


Hanf

Hanf

Canabis sativa. Blätter, Stengel und Samen dieser Pflanze werden seit alters her für die Arznei- Faser- und Ölgewinnung angebaut. Pflanzen werden gut 3 m hoch und sind sehr dekorativ. Aus den dicken Stengeln wurden durch "brecheln" die langen Fasern für Seile gewonnen, aus den getrockneten Blättern und den Samen Arzneimittel hergestellt. Sehr schönes Öl auch für Seife.


Hexenkraut

Hexenkraut

Erigeron. Auch Berufskraut. Dieses hübsche Kraut wurde früher zum Schutz der Tiere vor Hexen und bösem Zauber in den Stall gehängt. Auch gegen Blitzschlag und Wetterschäden wurde es verwendet. Wächst wild auf Steinwegen.


Hohlzahn Gelber

Hohlzahn, Gelber-

Galeopsis segetum, Gänsefussgewächs, Kaltkeimer. Etwa 50 cm hohe Pflanze mit hübschen, weiss - gelblichen Blüten, die für die Herstellung von Hustensaft genutzt werden. Blätter wie Spinat zubereiten. Aussaat im Herbst oder zeitigen Frühjahr. Sät sich auch selber aus, bleibt jedoch an Ort und verbreitet sich nicht gross weiter. Verwandt mit dem Wildkraut Hohlzahn (unten).


Hohlzahn

Hohlzahn

Galeopsidis herba conc. Wilder Verwandter des Saathohlzahns zum Vergleich. Ist ebenfalls essbar und wird heute noch medizinisch genutzt als Hustenmittel.


Holunder, Roter

Holunder, Roter

Sambucus racemosa. Weniger bekannt als der schwarze Holunder. Strauch sehr ähnlich, aber Blüten eher gelblich und Beeren in Trauben. Einige Quellen geben an, dass die Beeren giftig wären, gekocht können sie jedoch genau wie schwarzer Holunder verwendet werden.


Holunder, Schwarzer

Holunder, Schwarzer

Sambucus nigra. Blüten weiss und Beeren in flachen Dolden angeordnet. Blüten können frisch und getrocknet zu Tee und Bowle verarbeitet werden, aus den reifen Beeren wird meist Sirup hergestellt. Sie eignen sich jedoch auch zum Färben von Lebensmitteln etc.


Johanniskraut

Johanniskraut

Hypericum perforatum. Das berühmte Kraut, dessen Blüten für Rotöl oder Johanniskrautöl verwendet werden. Das Öl hilft bei Verletzungen und Verbrennungen, bekannteste und am besten untersuchte Wirkung ist jedoch die Anwendung bei Depressionen. Wirkstoff ist das Hyperforin, dessen Wirksamkeit in neueren Untersuchungen auch gegen Penicillin-resistente Bakterien geprüft wird.


Kamille

Kamille

Matricaria chamomilla. Darf als uraltes Heilmittel in keinem Kräutergarten fehlen. Verwendung der Blüten für Tees und Auszüge für Heilcremes und Seife. Kamille versamt sich meist von selbst und wächst vielfach genau auf den fest getretenen Wegen im Gemüsegarten.


Kapuzinerkresse Tropaeolum majes

Kapuzinerkresse

Tropaeolum majes. Auch einfach Kapuziner genannt. Sie gehören zu meinen Lieblingsblumen und wären eigentlich gute Mischkulturpartner für Kartoffeln, aber genau zur Erntezeit blühen sie überreich und sind viel zu schade um bei der Kartoffelernte ausgerupft zu werden. Von cremeweiss (Milkmaid) bis dunkelstes rot (Black Velvet).


Katzenminze

Katzenminze

Nepeta cataria. Eigentlich keine "Minze", enthält aber ätherische Öle, die leicht nach Zitrone duften. Die meisten Katzen mögen Katzenminze und Baldrian, fressen von diesen Pflanzen oder "baden" darin. Fein gemahlen kann das Kraut auch in die Seife. Mehrjährige grosse Pflanzen, stark gefährdet, aber Saatgut ist im Handel erhältlich.


Knoblauchrauke

Knoblauchrauke

Alliaria petiolata. Ein Wildkraut, das im Frühjahr als Salatbeigabe und Würzkraut in der Küche Verwendung findet. Geschmack ähnlich wie Knoblauch, auch die Wirkstoffe sind ähnlich. Die Knoblauchrauke wurde früher in Gärten kultiviert. Wächst gerne an halbschattigen, feuchten Standorten.


Königskerze Verbascum thapsus

Königskerze, Kleinblütige

Verbascum thapsus. Die Blüten der Königskerze oder Wollblume können getrocknet als Hustentee verwendet werden. Zwei-jährige Pflanze, die unter guten Bedingungen im zweiten Jahr problemlos über einen Meter gross werden kann und dann zahlreiche Blütenstengel mit hunderten von kleinen gelben Blüten bildet. Futterpflanze für den Braunen Mönchsfalter.


Lavendel

Lavendel

Lavendula. Altbekanntes Duftkraut für Cremes und Seifen, das in Spuren ab und zu auch in der Küche verwendet werden kann. Der Duft soll auch helfen, Ameisen zu vertreiben. Der echte Lavendel wurde im Mittelalter als Heilkraut gegen allerlei Beschwerden angewendet. Berühmt sind die Seifen mit Speicklavendel.


Liebstöckel, Maggikraut

Liebstöckel, Maggikraut

Levisticum officinale. Von diesem Kraut können Blätter, Blüten, Samen und Wurzeln verwendet werden. Am gebräuchlichsten sind frische Blätter zum Würzen. Getrocknet verlieren sie leider viel von ihrem Geschmack, die Samen sind dazu besser geeignet. Die Pflanze überwintert problemlos und treibt jedes Frühjahr von neuem aus.

 

Löwenzahn

Löwenzahn

Taraxacum officinale. Schon mal probiert? Im zeitigen Frühjahr die ganz jungen Blattrosetten ernten und damit einen Salat zubereiten. Diese Blättchen enthalten kaum Bitterstoffe und schmecken unglaublich zart und würzig. Aus den goldgelben Blüten lassen sich Gelees und Liköre zubereiten und erfreulicherweise sind sie eine der wenigen Zutaten, die eine Verseifung überstehen ohne ihre Farbe zu verlieren.


Malve Malva neglecta

Malve, Wegmalve

Malva neglecta. Eine kleinere Wildart, die  medizinisch und in der Küche genutzt werden kann. Sie erobert im Frühsommer mit langen "Ausläufern" Steinhaufen und sonnige Mauern.


Malve Malva moschata

Malve, Wilde-

Malva moschata. Moschusmalve. Die Wildform wird etwa 50 cm hoch und blüht rosa, etwa Juni bis August. Ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, im 18 Jh. als Zierpflanze nördlich der Alpen angebaut und später verwildert. Die Sorte steht inzwischen auf der Roten Liste, kommt in unserem Garten jedoch häufig vor und versamt sich selber. Die getrockneten Blütenblätter werden in der Hausmedizin für Hustentees verwendet.


Malve Malva sylvestris

Malve, Wilde-

Malva sylvestris. Diese Wildform wird über 50 cm hoch und blüht rosalila bis Oktober.

 

Mariendistel Silybum marianum

Mariendistel

Silybum marianum. Eine niedere Distelsorte mit ausgesprochen dekorativen Blättern, stark gezahnt, glänzend dunkelgrün mit deutlich weisser Maserung. Die Blüten sind violett, typische Körbchenblüten. Wirkstoff ist das Silymarin, das hauptsächlich in den Samen gebildet und gegen Leberleiden verwendet wird. Sehr dekorative, weiss genetzte Blätter, Blüte dunkelrosa. Schneckenresistent.


Meerrettich

Meerrettich

Armoracia rusticana. Meerrettich war schon in der Antike bekannt, er wurde als Heil- und Würzpflanze genutzt. Heute wird die Wurzel wohl hauptsächlich in der Küche verwendet. Für den stechenden Geruch sind Senfölglykoside und ätherische Öle verantwortlich. Im kommerziellen Anbau werden die dünnen Seitenwurzeln ("Fechser") entfernt, um grössere Hauptwurzeln zu erhalten. Meerrettich wuchert leicht und bildet auch im Hausgarten genügend grosse Wurzeln aus. Diese werden nach der Ernte verwendet, die kleinen können wieder eingepflanz werden.

 

Mexikanische Riesentagetes Tagetes minuta Huacatay Gewürztagetes

Mexikanische Riesentagetes

Tagetes minuta. Auch Huacatay, Gewürztagetes. Die über 2 m hohen Tagetes stammen aus den südamerikanischen Anden und werden dort als Gewürz für Suppen und als medizinische Tees gegen Erkältung verwendet. Die Bezeichnung "minuta", klein, bezieht sich auf die Blüten, die erst gegen Ende Oktober erscheinen. Wächst in Töpfen und im Freiland, vor allem in Gruppen sehr dekorativ. Wirkt gegen Nematoden.


Nachtkerze Schinkenwurzel Oenothera biennis Rapontika

Nachtkerze, Schinkenwurzel

Oenothera biennis oder Rapontika. Wurde vor noch nicht allzu langer Zeit in den Bauerngärten als Nahrungsmittel angebaut. Gegessen wurden die bis zu 5 cm dicken Pfahlwurzeln, die sich beim Kochen rot färben. Heute eher als Gartenblume gebräuchlich, deren grosse gelbe Blüten einen intensiven Duft verströmen. Die Blüten werden gerne von Nachtfaltern besucht.


Oregan

Oregan

Origanum vulgare. Auch Dost oder wilder Majoran, breitet sich an sonnigen Plätzen an Gebüschrändern aus. Blättchen und Blüten sind essbar.


Oregano, Goldmajoran

Oregano, Goldmajoran

Origanum vulgare aureum. Variante mit leuchtend goldgelben Blättchen, würzig und dekorativ, vergrünt etwas mit zunehmendem Alter. Der Goldmajoran bildet innert kurzer Zeit grosse, dichte Kissen.


Petersilie

Petersilie

Petroselinum crispum. Universalwürzkraut in verschiedenen Sorten mit unterschiedlichen Blattformen, auch eines der wenigen Kräuter, die ihre grüne Farbe in der Seife behalten.

Foto: Petersilienblüte


Ringelblume Calendula officinalis

Ringelblume

Calendula officinalis. Sie dürfen wohl in keinem Bauerngarten fehlen. Von der einfachen, ungefüllten Ackerringelblume bis zur gefüllten orangen  Schönheit - unentbehrliche Helferin im Garten, für Mischkulturen, als Heilpflanze, für Salben und Seifen. Erstaunlich, wie viele Farbtöne und Farbkombinationen es gibt. Wachsen überall und versamen sich jedes Jahr selber.


 Rosmarin

Rosmarin

Rosmarinus officinalis. In unseren Breitengraden meist in Töpfen untergebracht, ich hatte aber mehrere Jahre einen grossen Rosmarinstrauch im Freiland, der Sämling eines ebenfalls im Freiland gezogenen Strauches. Rosmarin kann gut getrocknet verwendet werden, allerdings geht der leicht harzige Duftanteil etwas verloren.

   

Salbei

Salbei

Salvia officinalis. Würzkraut, Blätter werden auch für Tee verwendet sowie für Hautcremes und Seife. Salbei ist als getrocknetes Würzkraut im Handel erhältlich, Geschmack und Geruch des frischen Krauts sind jedoch unvergleichlich viel besser.


Schabzigerklee

Schabzigerklee

Trigonella caerulea. Auch Brotklee und Hexenkraut genannt. Hübsche, kleeähnliche Pflanze mit hellblauen Blüten. Als Gewürz mit dem typischen Schabzigergeschmack werden fermentierte und getrocknete junge Pflanzen verwendet. Frische Blättchen und Blüten können auch zu Salat gegeben werden. Aussaat ab März oder Ende August.


Schachtelhalm

Schachtelhalm

Equisetum arvense. Eine der ältesten Pflanzen der Erde. Verschiedenen Sorten werden unterschiedlichst genutzt, in der Medizin als Tee und äusserlich bei schlecht heilenden Wunden, zum Färben von Wolle und Stoffen, in der Kosmetik als klärende Lotionen und schliesslich im Garten als Tee und Jauche vorbeugend gegen Krautfäule bei Tomaten. Wirkstoff ist die Kieselsäure, die von den Pflanzen zur Stärkung der Zellen verwendet wird.


Schafgarbe Achillea millefolium

Schafgarbe, Wilde-

Achillea millefolium. Sie wächst hier überall, in der Wiese, am Wegrand und auch in den Blumenbeeten. Willkommene Heilpflanze, die Blüten und Blätter sind essbar und werden auch in Auszügen für Gesichtscremes und Seifen verwendet. Es kommen meist weisse, aber teilweise auch rosa Blüten vor.


Schlüsselblume Primula veris

Schlüsselblume

Primula veris. Frühlingsbote. Tee aus getrockneten Blüten wird in der Hausmedizin gegen Erkältungskrankheiten verwendet.


Schnittlauch

Schnittlauch

Allium schoenoprasum. Bereits seit dem Mittelalter wird Schnittlauch als Küchengewürz verwendet. Es kommen verschiedene Ausprägungen vor, sehr feinröhriger bis robuster Schnittlauch mit dicken Röhren. Blühender Schnittlauch wirkt auch in einem Blumenbeet sehr dekorativ.


Schwarzdorn

Schwarzdorn

Prunus spinosa. Die Urform der europäischen Pflaumen, die bereits von den Pfahlbauern gegessen wurde. Tee aus Blüten wirkt entzündungshemmend und anregend auf den Stoffwechsel. Aus den blauen Beeren können nach den ersten Frösten Konfitüren, Punsch etc. hergestellt werden. Schwarz- und Weissdorn sind Futterpflanzen für den eher seltenen Baumweissling (Foto unten).


Seifenkraut Saponaria officinalis

Seifenkraut

Saponaria officinalis. Ein etwa halbmeter hohes Kraut mit sehr schönem, frischem Blütenduft. Verwendet wurde früher die Wurzel, die seifenartige Stoffe, die Saponine enthält. (Blüten werden in der Seife braun).

   

Speisechrysantheme Chrysanthemum coronarium

Speisechrysantheme

Chrysanthemum coronarium. Blüten und Blätter dieser Chrysantheme sind essbar. Der Geschmack erinnert ganz leicht an Sauerampfer, ist jedoch viel feiner und dezenter. Die Pflanzen werden etwa 60 cm hoch und tragen unterschiedliche weiss-gelbe oder gelbe Blüten bis Oktober. Blüten werden ausgesprochen gerne von verschiedensten Insekten besucht. Eine Zierde im Garten und auf dem Teller.


Spitzwegerich

Spitzwegerich

Plantago lanceolata. Eine uralte Heilpflanze, die bereits von den Germanen genutzt wurde. Sie wächst beinahe überall und jederzeit, so dass meist frisch geerntet werden kann. Blätter für Hustentee, gegen Insektenstiche und für Hautcremes und Seifen.


Stiefmuetterchen, Wildes

Stiefmütterchen, Wildes

Viola tricolor. Auch Ackerstiefmütterchen. Blüht weiss - gelb - lila und bildet manchmal ganze Kissen von Blüten. Viel zierlicher als die gezüchteten Gartenformen. Wird u.A. als Tee bei Erkältungskrankheiten verwendet.


Tagetes Orange Gem

Tagetes Orange Gem

Tagetes tenuifolia. Sorte mit leuchtend orangen Blüten, hier in einer Wanne zusammen mit kleinem blauem Zierkohl. Die Tagetesblüten und Blätter können als Gewürz oder auch im Tee verwendet werden, sie schmecken und riechen nach Orange.


Thymian

Thymian

Thymus. Auch hier gibt es mehrere Duftrichtungen wie z.B. Zitronen- und Orangenthymian, auch Thymian mit panaschierten Blättern. Ausdauernde, verholzende Pflanzen, relativ winterhart.

 

Weissdorn

Weissdorn

Crataegus laevigata (?). Blüten und Beeren werden medizinisch verwertet. Angeblich blüht der Weissdorn erst dann, wenn keine Frostgefahr mehr droht. Verletzungen durch die Stacheln des Weissdorns heilen nur langsam. Wie auch der Schwarzdorn Futterpflanze für den eher seltenen Baumweissling.


Wermut

Wermut

Arthemisia absinthium. Ursprünglich aus Sibirien, ein schönes, aber bitteres Kraut, das seit der Antike gegen Magen- und Lungenleiden verwendet wird und ausserdem Hauptbestandteil des Absinth, der "Grünen Fee". Schützt Johannisbeeren gegen Gitterrost. Soll gegen Ameisen helfen und hilft manchmal tatsächlich, sie zu vertreiben. Ausserdem eines der wenigen Kräuter, die in einer Seife ihre grüne Farbe behalten und nicht braun werden.


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