Home

Seifenkiste


Bereits vor mehreren tausend Jahren wurde aus Fett und Holzasche Seife hergestellt. Bis ins Industriezeitalter galt Seife als kostbares Gut, teilweise als Medizin, und sie war nicht für Alle und nicht in beliebiger Menge verfügbar. Erst durch die industrielle Massenproduktion zu Beginn des 20. Jh. wurden Seifen und Waschmittel, hergestellt aus billigen Tier- und Pflanzenfetten, allgemein erschwinglich. Wahrer Luxus sind heutzutage deshalb handgesiedete Seifen aus feinsten Pflanzenölen und weiteren hochwertigen Zutaten.


links Nofretete aus Reiskeimöl und Shea, rechts Zeichnung aus dem Buch 'Die Magd der Pharaonen' von E. Hering

 

Luxus pur: von Hand gesiedete Seifen nach eigenen Rezepten

Feinste Pflanzenöle, Blüten, Kräuter und Wildkräuter aus dem Garten, Quellwasser und andere Zutaten werden zu wohlriechenden Dusch- und Badeseifen verarbeitet. Pflanzenfarben und ätherische Öle sorgen für Farbe und Duft, schöne Formen und Marmorierungen für optischen Genuss. Nicht nur der Gebrauch dieser Seifen ist ein Hochgenuss, auch die hobbymässige Herstellung lässt jegliche Freiheit für kreative Ideen und Spielereien.

Seifenkraut (Saponaria officinalis). Verwendet wurde früher die Wurzel, die seifenartige Stoffe , Saponine enthält

Jojoba, Traubenkern, Shea und Kakaobutter, marmoriert mit etwas Alkanna in Öl

 

Feine Öle für feine Seifen & Cremes

Prinzipiell kann jedes Öl oder Fett zu Seife verarbeitet werden, jedoch können Pflegewirkung und andere Eigenschaften teilweise sehr unterschiedlich sein. Ich verwende ausschliesslich pflanzliche Öle und Fette, hier einige Beispiele: Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Erdnussöl, Jojobaöl, Kakaobutter, Kokosöl, Macadamianussöl, Mandelöl, Mangobutter, Olivenöl, Palmkernfett, Palmöl, Pfirsichkernöl, Rapsöl, Reiskeimöl, Sheabutter, Sojaöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl. Besonders Rapsöl ist nicht nur ein gutes "Seifenöl", es wird auch hier angebaut und verarbeitet.

 

Mandelöl, Olivenöl

Admiral auf Mandelblüte

 

Pflaumenkernöl duftet nach Mandeln und Marzipan, ist teuer und wird daher nur für Cremes verwendet

 

Grünes Avocadoöl, Sonnenblumenöl

 

Aprikosenkernöl, oranges Bio-Palmöl

 

Mangobutter, Hanföl (Seife oben ausserdem mit rotem Palmöl, unten mit Kräutern)

 

Öle und Fette werden mit Laugen verseift ....

.... aber "da ist mehr drin"!

 

Pflegende Zutaten

können nebst verseiften Ölen unendlich viele Dinge sein, z.B. frische oder getrocknete Kräuter, Wurzel- und Kräuterauszüge in Öl oder Wasser, Heilerden, Gemüse wie Gurken und Rüebli (Karotten), Bienenwachs, Honig, Milch, Milchprodukte, Haferflocken, geriebene Mandeln und Olivenkerne, Meersalz, Kokosmilch, eigene Auszüge aus Blüten und Kräutern .......

 

< Honigmilch, Milchseife mit Honig und Hafermehl

> Shampooseife mit gemahlenen
Birkenblättern und Birkenblatttee

 

< Salzbuddha

> feingemahlenes Salz, Steinsalz, Meersalz - hier das umstrittene aber trotzdem schöne Himalayasalz - geben der Seife einen leichten Schrubbel- oder Peelingeffekt

 

< Dino de Luxe mit grünem Schachtelhalmtee, grünem Hanföl, grüner Heilerde und Pflanzenfarbe Maulbeergrün

> ein Geschenk: schön marmorierte Seife mit Heilerde

 

< das altbewährte Hausmittelchen Gurke kann auch der Seife beigegeben werden

> Ölauszug aus frischen und getrockneten Blüten der Ringelblume

 

Auch Kakao oder Schokolade dürfen zur Abwechslung in die Seife. Vanilleduft passt dazu.

 

Mohnsamen und Olivensteingranulat für Gartenhände und Füsse

 

Kräuter 

leider werden die meisten Blütenblättchen und Kräuter infolge der Maillard-Reaktion rotbraun bis schwarz oder dunkeln mit der Zeit stark nach. Eine der bekanntesten grünbleibenden Ausnahmen ist Petersilie, aber auch Gundelrebe und Wermut behalten ihre Farbe einigermassen.

Katzen Müntz (Katzenminze) 

 

Pfefferminze (hier die wilde Ackerminze)
unten: Frauenmantel

Speisechrysantheme
unten: Gundelrebe

 

Wegerich (Spitz- und Breit-)

 

Lavendel
unten: Löwenzahn

Holunderblüten
unten: Kapuzinerkresse 

 

Petersilie

 

Farben

für Pflanzenfarben gilt leider oft dasselbe wie für Kräuter: sie werden in der Seife braun, manchmal auch farblos. Dennoch können mit einigen Pflanzenfarben, Gewürzen wie Paprika und Curcuma und mit mineralischen Farben schöne Effekte erzielt werden. Einige Naturfarben verblassen mit der Zeit.

Rüebli, Wildkräuter, Zimt

Rüebli (Karotten) und oranges, unraffiniertes Palmöl ergeben eine leuchtend dunkelgelbe Farbe
Kräuter, Rüebli, Zimt, rechts unten eine Zimt-Marmorierung die durch die Gelphase entstanden ist

 
 

> Farmkatze mit rotem Palmöl, beduftet mit Vanille. Sie wird später nachdunkeln und braun werden.
Karottenschweinchen und Zimtzicke
v

 

Blaukraut (Rotkohl), Holunder, Randen, Maulbeergrün, Alkanna, Annatto: damit lassen sich sowohl kräftige Farben als auch feine Marmorierungen erzielen

Farbpulver Blaukraut, Maulbeergrün, Holunder, Randen

Alkannawurzel in Öl

Seife mit Pflanzenfarben

Annattopulver

 
 

Indigo und Eisenoxide

Der Pflanzenfarbstoff Indigo ergibt je nach Konzentration unterschiedliche Blautöne

 

Blaues Indigo und rotes Eisenoxid für eine marmorierte Saunaseife

 

ein Geschenk: Indigo-Hundchen mit Olivenöl, Kokosöl, Kakaobutter beduftet mit PÖ Nevonia

 

Farbige Ton- und Heilerden

Dezente bis kräftige, matte Farben können mit ultrafein gemahlenen Ton- und Heilerden erzielt werden.
Schweinchen Rosa, rosafarbene Tonerde

 

rosa und rote Tonerde, Alkanna

rote und schwarze Tonerde

blaugrüne Tonerde

grünes Öl und grüne Tonerde

 

rote Tonerde

gelbe Tonerde

 

Duft

Natürliche Düfte und viele der ätherischen Öle verflüchtigen sich leider bei der Verseifung oder sind nicht sehr lange haltbar. Ausnahmen sind Rosmarin, Salbei und einige weitere starke Kräuteröle. Trotzdem kann sich ein Versuch lohnen, denn auch einige der Pflanzenöle haben einen feinen Geruch der mit ätherischen Ölen gut harmoniert, und reine Naturseifen haben ihren ganz eigenen Charme. Wer's zur Abwechslung etwas kräftiger mag, kann speziell für Seifen entwickelte Parfumöle verwenden. Duft kann bisher leider nur imaginär über Bilder vermittelt werden.

< Rosenöl gehört zu den teuersten ätherischen Ölen und wird deshalb nur in Cremes verwendet. Für Seifen gibt es gute Parfumöle mit Rosenduft

 

> Wildrose

 

Kühl und Schwül:
kühle weisse Seife mit Holunderblütenauszug

dunkle marmoriert Seife mit orientalischem Parfumöl Marrakesch

 

Parfumöl Cool Water

Windstärke 7

 

Parfumöl Flieder

 
 

Parfumöl Opium Spezial

 

duftende Geschenke:
ein stolzer Gockel und ein kleines Pfötchen, beide Seifchen duften unwiderstehlich nach Gewürznelke. Schnell noch ein Foto, alt werden die bestimmt nicht!

 

Parfumöl Sommerwiese

Parfumöl Currant in the Sun
als "currant" wurde früher eine kleine, kernlose Traubensorte bezeichnet (Korinthe), heute sind meist Johannisbeeren damit gemeint

 

und dann gibt's da noch

die dunklen Seiten der Seife

besonders geeignet: Parfumöl Vanille, da dunkelt alles, oder schwarzes Eisenoxid, oder Parfumöl Black Magic, da dunkelt nur die Aussenseite der Seife

 

Home schnell zurück zur Nofretete